Per sofort: Einschränkung der Wasserentnahme aus der Bibera

Die Gemeinde Kriechenwil wurde vom Kanton angewiesen auf den haushälterischen Umgang mit Wasser zu verweisen während den warmen und niederschlagsarmen Sommerzeit. Der Kanton Bern hat verfügt, dass die Entnahme von Wasser aus der Bibera ab dem 17. Juli 2018 bis auf weiteres eingeschränkt wird.

Jede Wasserentnahme aus einem Bach, Fluss oder See im Kanton Bern benötigt entweder eine Konzession (wenn die Entnahme regelmässig stattfindet oder eine feste Baute dafür errichtet wird) oder eine Bewilligung durch die zuständige Gemeinde (für befristete Entnahmen ohne feste Einrichtung, insbesondere für die landwirtschaftliche Bewässerung bei Trockenheit).

Das Jahr 2018 zeigt sich bis heute wiederum sehr arm an Niederschlägen und warm. Die meisten Fliessgewässer weisen unterdurchschnittliche Abflüsse auf und die Temperaturen sind aufgrund der warmen Tagestemperaturen am Steigen. Die Grundwasserstände sinken tendenziell.
Trotz der Niederschläge der letzten Woche wird die Situation für die Gewässerökologie angespannter. Zudem werden für die nächsten Tage keine nennenswerten Niederschläge erwartet.

Der Kanton Fribourg lädt deshalb mit Schreiben vom 9. Juli 2018 seine Nutzniesser ein, Wasserentnahmen aus Fliessgewässern und Teichen so weit wie möglich zu reduzieren. Sollte sich die meteorologische Situation nicht entspannen, könnte dies zu einem Verbot für Wasserentnahmen aus Freiburger Oberflächengewässern führen.

Obwohl im Kanton Bern durch das Pegelsystem und die Abflussmessstationen mit Dotierwassermengen sichergestellt ist, dass genügend Wasser in den Bächen verbleibt, werden wir wie in den Vorjahren in Koordination mit dem Kanton Fribourg das weitere Vorgehen abstimmen, insbesondere für die Bibere und die Sense sowie deren Neben- und Zuflüsse Chalti Sense, Loubbach, Scherlibach, Bütschelbach, Rohrbach, Schwarzwasser und Lindebach. Die betroffenen Einwohnergemeinden und Konzessionäre würden im Falle einer Sperrung der interkantonalen Gewässer analog zu den Vorjahren vorgängig vom Kanton informiert.

Der Kanton Bern und die Einwohnergemeinde Kriechenwil bitten Sie deshalb, möglichst haushälterisch mit dem Wasser umzugehen und bei Wasserentnahmen ein besonderes Augenmerk auf die Entnahme-Grenzen und die Restwasserbestimmungen zu richten.

Mittels Verfügung hat das Amt für Wasser und Abfall (AWA) die Entnahme von Wasser aus der Bibera ohne vorgängige Genehmigung durch den Kanton Fribourg untersagt. Die Verfügung sowie weitere Informationen finden sie hier

 

Ergänzend noch zwei Links auf Internetseiten mit relevanten Informationen:Messdaten GewässerInformationen zu Wasserentnahmen bei Trockenheit

Veröffentlicht am 10.07.2018 um 08:36 Uhr

© Gemeindeverwaltung · 3179 Kriechenwil
Tel: 031 747 89 75 · E-Mail: gemeindeverwaltung@kriechenwil.ch